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        <title>karlsplatz.org - </title>
				<pubDate>Fri, 18 May 2012 01:19:06 GMT</pubDate> 
				
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   <title>2012-03-16 bis 2012-05-27: JONATHAN MEESE. TOTALSTE GRAPHIK (Akademie der bildenden KÃ¼nste Wien)</title>
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   		Akademie der bildenden K&uuml;nste Wien, Schillerplatz 3,1010 Wien, xhibit, 1. Stock, ge&ouml;ffnet von Di&ndash;So 10.00&ndash;18.00 h, Eintritt freiSonder&ouml;ffnungszeiten:09.04.2012 (Ostermontag)01.05.2012 (Staatsfeiertag)Er&ouml;ffnung                                                                                             | 15.03.2012, 18.00 hBegr&uuml;&szlig;ung | Andrea B. Braidt, Vizerektorin f&uuml;r Kunst | Forschung der Akademie der bildenden K&uuml;nste WienEinf&uuml;hrung | Bj&ouml;rn Egging, Leiter Lyonel-Feininger-Galerie QuedlinburgDER NON-NOSTALG &quot;MEESEVOLUTION&Auml;R&quot; SPRICHT:DIE BURSCHNS GESTATTNS A EVOLUTIONUSSNSEine Ausstellung der Lyonel-Feininger-Galerie Quedlinburgin Kooperation mit der Akademie der bildendenK&uuml;nste Wien und dem Kupferstichkabinett.Ausstellung: Jonathan Meese, Ruth Lackner, Bj&ouml;rn Egging DIE &quot;DIKTATUR DER KUNST&quot; IST IMMER TOTALSTGRAPHIK ALS VERSACHLICHTE F&Uuml;HRUNG, WIE GEIL.&nbsp; Jonathan Meese, 1970 in Tokio geboren, z&auml;hlt zu den schillerndsten  deutschen K&uuml;nstler_innen der Gegenwart. Sein Werk ist umfassend,  obsessiv, radikal und hat einen entschiedenen Aktionscharakter. Meese  arbeitet mit vollem K&ouml;rpereinsatz in allen Techniken und kombiniert  Malerei, Zeichnungen und Plastik mit Collagen, Texten und  Materialsammlungen zu ausufernden Rauminstallationen, gleichsam  aufget&uuml;rmten Schutthalden aus Hochkunst und Trash. Jede seiner  &Auml;u&szlig;erungen - die zwischen Provokation, Blasphemie, Katharsis,  D&auml;monenaustreibung und Systemkritik changieren - ist Kunst und nur  scheinbar pr&auml;tenti&ouml;s und unversch&auml;mt. Vielmehr steht Meese in der  Tradition der Dadaisten, die das &quot;Gestammel von Irren und Kindern&quot; und  den Nonsens als einzigen Weg der R&uuml;ckkehr zu elementaren Wahrheiten  ansahen: die Kunst ist ein Kinderspiel im wahrsten Wortsinn, erreichbar  nur mit einem v&ouml;lligen Systemwechsel von der &quot;Demokratie oder irgend  einer anderen von Menschen gemachten Regierungsform&quot; zur &quot;Diktatur der  Kunst&quot;.In Meeses Utopie von der Befreiung jeglicher Ideologie  und der Macht&uuml;bernahme durch die Kunst trifft ein  ironisch-wortgewaltiger Kulturpessimismus auf das h&ouml;chste Ziel der  klassischen Avantgarden, n&auml;mlich Kunst und Leben zusammenzuf&uuml;hren. Vor  allem in seinen Texten und Performances setzt Meese auf eine  beispiellose Radikalisierung, benutzt das rhetorische Instrumentarium  der Diktaturen des 20. Jahrhunderts - in erster Linie des  Nationalsozialismus - f&uuml;r seine Zwecke und f&uuml;hrt Vokabular und Gestik ad  absurdum, wenn er das Ideal der &quot;Totalkunst&quot; propagiert. F&uuml;r sich  selbst reklamiert er aber nicht die Rolle des Diktators (&quot;Wenn die Kunst  an der Macht ist, dann bin ich auch weg&quot;), sondern die der  unerm&uuml;dlichen &quot;Ameise der Kunst&quot;.Seit 2003 hat Jonathan Meese etwa einhundert druckgraphische  Arbeiten, als Einzelbl&auml;tter oder Mappenwerke erschienen, geschaffen. Die  meist gro&szlig;formatigen Lithographien, Radierungen und Holzschnitte  stellen mehrheitlich Bildnisse von historischen, mythologischen,  popkulturellen oder ausgedachten Figuren dar, die in ihrer graphischen  Verknappung zu K&uuml;rzeln der Kulturgeschichte und zum Alter Ego des  K&uuml;nstlers werden. In seinem Universum teilen sich historische wie  mythologische Figuren die gleiche Wirklichkeit: Kraftmenschen wie Kaiser  Nero, Wagner, Nietzsche, Hitler, Staatshelden wie Hagen von Tronje und  Saint-Just - Symbolgestalt vieler Generationen und Miterfinder eines  &uuml;bertriebenen Machtzentralismus - sowie die B&ouml;sewichter bei James Bond  werden zerlegt, neu kombiniert und &quot;gesudet&quot;, wie Meese es mit einer  eigenen Wortsch&ouml;pfung treffend ausdr&uuml;ckt. St&auml;rker als in anderen  Arbeiten ist in Meeses konzentrierter und expressiver Druckgraphik die  Bildsch&ouml;pfung eruptiv und ekstatisch. Vor allem die Technik der  Lithographie kommt seiner Arbeitsweise durch das rasche Zeichnen auf den  Stein entgegen. &quot;Mir liegt das Direkte und Schnelle, es ist am  radikalsten&quot;, erl&auml;utert Meese den Zusammenhang zwischen Form und  k&uuml;nstlerischer Absicht. &quot;Man wird meistens nicht pr&auml;ziser, wenn man  l&auml;nger an einer Sache herumfeilt.&quot; Ziel der graphischen  Vereinfachung sei das &quot;Antlitz des Raubtiers&quot;, die pr&auml;zise  Herausarbeitung der &quot;geometrischen Urform&quot;, die allen Dingen zugrunde  liegt. Der Begriff &quot;graphisch&quot; beschr&auml;nkt sich folglich bei Meese nicht  auf die Druckgraphik, er beschreibt die k&uuml;nstlerische Methode, zu einer  knappen, pr&auml;zisen Aussage zu gelangen. Das konzeptuelle Potenzial der  druckgraphischen Errungenschaften der letzten f&uuml;nfzig Jahre interessiert  Meese kaum: &quot;Um eine technische Erweiterung von irgendetwas kann es  nicht gehen. Man muss innerhalb dessen, was man tut, das Pr&auml;ziseste  schaffen.&quot; So werden die alten Techniken bei Jonathan Meese zu  experimentellen und energiegeladenen Ausdruckstr&auml;gern der TOTALSTEN  GRAPHIK, zu Flugbl&auml;ttern und Anteilsscheinen der &quot;Diktatur der Kunst&quot;  und wom&ouml;glich zur Quintessenz seiner k&uuml;nstlerischen Vorstellungen.&nbsp;  Vermittlungsprogramm ab 23.03.2012 im xhibit: TOTALSTE VERMEESUNGKonzipiert  und organisiert von Julia Hay, Heike Joo&szlig;, Claudia  Lomoschitz,  Katharina Luksch, Karoline Maisch und Natascha Muhic,  Akademie der  bildenden K&uuml;nste Wien, sowie Ulrike Davis-Sulikowski und  Igor Eberhard,  Institut f&uuml;r Kultur- und Sozialanthropologie, Universit&auml;t  Wien&nbsp; PublikationTotalste Graphik + Catalogue raisonn&eacute;2003-2011, 224 Seiten, 100 Farbabb.,dt./engl., DVD, Verlag der BuchhandlungWalther K&ouml;nig, EUR 34,-ServiceHandapparat in der Universit&auml;tsbibliothekder AkademieMo-Mi, Fr, 9.30-17.00 h, Do 9.30-18.00 hVerkehrsverbindungenU1, U2, U4 [Karlsplatz]1, 2, 62, D, 515-Badner Bahn [Oper]  &gt; Weitere Informationen&nbsp;   	]]></description>   	
   <pubDate>Fri, Mar 16th 2012, 00:00</pubDate>
   <link>http://karlsplatz.org/events/4758</link>
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